15.07.22 19.00 Uhr: ESV Lok Erfurt – SV Blau-Weiß Büßleben 3:1 (2:0) Test gegen Landesklässler


Eigentlich wollte Trainer Marcus Borris seinen Mannen nach der 95-Jahr-Feier des Vereins zwei Wochen Pause gönnen. Nach Drängen von Büßlebens Coach Mario Wisocki ließ er sich überreden doch noch ein Testspiel einzuschieben. Um so überraschend die großartige Einstellung aller Spieler des ESV, mit welcher Leidenschaft sie dieses Spiel angingen. Dazu die schnelle Führung von Moritz Lange (5.), als sein Schuss oder Flanke (?) im Netz, abgefälscht vom Torwart, einfiel. Zwar optisch mehr am Ball, verzweifelten die Gäste aber immer mehr an Loks Trainerassistenten Marcel Schröder, der an diesem Tag in der ersten Hälfte im Tor stand. Schon kurz nach der Führung mit einer Flugparade wickelte er den Ball um den Pfosten und bei einem Kopfball nach gut zwanzig Minuten tauchte er blitzschnell nach unten. Auch danach hielt er weiter seinen „Kasten“ sauber und Lok stichelte immer wieder mit viel Herz. So war der Freistoß von Robin Gutzeit, circa drei Meter von der Eckfahne ein mächtig krummes Ding direkt zum 2:0. Genau zum richtigen Zeitpunkt ging es in die Pause. Gleich achtfacher Wechsel bei der Lok, Teamgeist war angesagt und kein Leistungsabfall zu merken. Zudem mit dem schnellen Angriff über die rechte Seite, dem letzten Zuspiel von Til Mäurer auf Neuzugang Andre Hoffmann (Kölleda), verarbeitete er auf feinste Weise den Ball zum 3:0 (63.). Auch wenn fünf Minuten später ein direkter Freistoß für die Gäste zum 3:1 führte, Lok blieb aggressiv, holte sich verlorene Bälle wieder und feierte jeden Ballgewinn wie einen Erfolg. Diese Einstellung zu einem Spiel hat man lange nicht gesehen, lässt für die kommende Saison mit all den neuen Spielern, alleine aus dem Nachwuchs kommen mehr als eine Handvoll, viel Hoffnung keimen.